Oskar´s Kastration

Am 11.10.2016 war es auch für Oskar soweit. Er musste dringend kastriert werden. Wieso, weshalb, warum erzähle ich euch 🙂

Oskar ist mit 14 Wochen bei meinen Eltern eingezogen. Er war noch ein richtig kleines Würmchen…. so süß ♥ Relativ schnell merkte man bei ihm, das er sehr dominant gegenüber Rüden war und sich für Hündinnen interessierte. Er kam in die Pubertät und sein Verhalten wurde immer schlimmer.

Wenn in der Nähe eine Hündin läufig war, ging es Oskar sehr schlecht. Er saß vor der Haustür und weinte, er hörte auf zu fressen, er war launisch und gestresst und draußen konnte man ihn nicht ableinen, da die Gefahr bestand das er wegläuft.Draußen hat er die Pipi von Hündinnen aufgeleckt was dazu führte, dass er oft krank war. Außerdem war der Umgang mit Rüden sehr schwierig und man musste echt aufpassen.

Wir haben uns das eine Weile angeschaut und versucht einiges mit Training in den Griff zu kriegen. Aber auch nach Rücksprache mit unserer Tierärztin kamen wir schließlich zu dem Entschluss das eine Kastration sein muss, da Oskar eigentlich dauerhaft unter Stress stand und sich auf nichts anderes konzentrieren konnte als auf Hündinnen.

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Oskar morgens vor der OP bei der Tierärztin.

Wie die OP bei einem Rüden funktioniert habe ich euch schon in dem Beitrag über Subira´s Kastration erzählt 🙂 Den Beitrag findet ihr hier : Beitrag Subira´s Kastration .

Morgens haben meine Mutter und ich ihn dann also in die Praxis gebracht. Dort hat sie ihn abgehört und seinen Allgemeinzustand angeschaut. Wir haben Oskar´s Kastration in einer anderen Praxis machen lassen als Subira´s. Jeder Tierarzt hat ja seinen eigenen Ablauf usw. und ich muss sagen das ich unsere jetzige Tierärztin, die auch Oskar operiert hat, einfach liebe 🙂 Sie ist so eine tolle, herzliche Ärztin die so eine ruhige Art hat mit den Tieren umzugehen…. ich wünschte Subira wäre es damals genauso gegangen.

Nachdem sie Oskar noch einmal untersucht und gewogen hat bekam er die Narkosespritze. Wir durften dabei sein und ihn kraulen. Unsere Ärztin gab uns ein paar Anweisungen und ging ins Zimmer nebenan. Das lag daran das Oskar so ein Angsthase beim Tierarzt ist und er hätte sich nie entspannt wenn sie im Raum gewesen wäre. Als er gerade am einschlafen war passierte es auch schon… Oskar musste sich übergeben. Das war gar nicht so einfach denn er war schon halb am schlafen also mussten wir ihm ein bisschen helfen das er sich nicht verschluckt. Aber alles gut gegangen 🙂

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Oskar in Narkose.

Danach kam der schlimmste Teil… ihn da zu lassen. Aber wir wussten das er in guten Händen war ! Die OP dauerte ungefähr 45 Minuten. Nach einer Stunde rief die Tierärztin an und wir konnten ihn abholen. Er war wach und fit 🙂 Und er hat sich sooo gefreut als wir in die Praxis kamen. Er konnte schon wieder sehr gut laufen und war generell sehr gut drauf sodass wir ihn mit nach Hause nehmen konnten.

Die Tierärztin berichtete uns, dass seine Hoden schon sehr stark verwachsen und vergrößert waren. In vielen Jahren hätte es passieren können das sich diese ganzen Zellen zu Krebs entwickeln. Muss natürlich nicht – aber kann. Deswegen war es aus medizinischer Sicht ebenfalls eine sehr gute Entscheidung.

Die Ärztin gab uns einen Kragen mit, falls er versucht an die Wunde zu gehen. Auf der Wunde hatte er ein Pflaster und die Fäden waren so genäht das sie innen waren, sodass er nicht mal zum Fäden ziehen musste.

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Oskar´s Wunde mit dem Pflaster.

Der erste Tag nach der OP war furchtbar. Er musste den Kragen um bekommen, da er immer versuchte sich das Pflaster ab zu machen. Total blöd aber es musste sein.

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Oskar mit Kragen.

Am nächsten Tag ist das Pflaster von alleine abgefallen. Und siehe da : Oskar lies die Wunde in Ruhe ! Es war wohl nur das Pflaster was ihn gestört hat.

Ich muss wirklich sagen das die OP bei Oskar sehr gut gelaufen ist und überhaupt nicht kompliziert war. Die Heilung war sehr gut, Oskar war die ganze Zeit topfit. Nach einer Woche war alles wieder vergessen.

Die OP ist jetzt eine Weile her und bei Oskar sieht man jeden Tag eine Besserung ! Er ist viel entspannter mit Rüden, er nervt die Hündinnen nicht mehr, frisst wieder und ist nicht mehr im Stress. Für Oskar war es das Beste was wir tun konnten.

Die Narbe ist so schmal und fein das man sie gar nicht mehr erkennt.

In dem Beitrag zu Subira´s Kastration habe ich euch empfohlen euch eine Tierärztin zu suchen der ihr vertraut und bei der ihr euch wohlfühlt. Bei Subira war dies leider nicht der Fall – bei Oskar schon. Und der Unterschied ist gewaltig. Wir haben uns so gut aufgehoben gefühlt. Und ich sage euch : Das macht so viel aus !

Jeder muss wissen ob er sein Tier kastrieren lässt, bei Subira und Oskar war es medizinisch notwendig, aber auch im Verhalten haben sich beide nur positiv verändert 🙂

 

 

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